Thera Boxen

Was genau ist Thera Boxen?

Thera Boxen ist nicht nur Fitness- oder sportliches Boxtraining. Bei dieser Trainingsform stehen Erleben, Wahrnehmen und Verhalten absolut im Vordergrund.

Durch Thera Boxen können gezielt Aggressionen, Wut und Stress abgebaut werden. Emotionen werden freigesetzt, Blockaden lösen sich. Affekt- und Gefühlswahrnehmung sowie -steuerung können verbessert werden. Eigene aggressive Verhaltensanteile können zugänglich und erlebbar gemacht werden. KlientInnen lernen sich zu fokussieren. Sie lernen die Wut raus zu lassen, sich aber auch aus der Wut heraus zu holen.

Thera Boxen ist vielfältig einsetzbar und hat sich vor allem bei Personen mit Burnout, Stress, Mobbing, Depressionen oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen bewährt. Es eignet sich ebenfalls bei Personen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Unser Angebotsschwerpunkt liegt auf der Burnout-Prävention, Stress, Mobbing usw.

 

Ziele des Thera Boxens
sind unter Anderem den Körper zu aktivieren, die innere Anspannung zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verbessern sowie Affekte und Gefühle besser wahrzunehmen und zu steuern.

 

Kursdauer 6 Monate. Einstieg jederzeit möglich.
Kursgebühr 59,00 Euro monatlich.

Es wird in Kleingruppen von 3 bis max. 5 Personen trainiert.
Sollte ein Kurstag schon ausgebucht sein gibt es eine Warteliste.

 

Kursplan:

Samstag  :

8.45 Uhr – 9.45 Uhr

10.00 Uhr – 11.00 Uhr

 

Einzeltraining auf Anfrage.
Für das obligatorische Informationsgespräch vereinbaren Sie bitte einen Termin.
Unser Trainerteam, Nicole Maurer, Rene Baguhl und Reginald Schulze möchten mit dem Angebot des therapeutischen Boxens einen kleinen Beitrag auf dem Weg zu Ihrem Wohlbefinden leisten. Auf Wunsch gibt es auch eine reine Frauengruppe.

 

Boxen einmal völlig anders.

In den Neunzigern macht Regina Halmich und Henry Maske das Boxen in Westdeutschland gesellschaftsfähig. Mit Einschaltquoten von 14 Millionen Zuschauern war Maske ein Quotenrenner im TV. Die Klitschko-Brüder haben durch ihr sympathisches und weltgewandtes Auftreten auch viel dazu beigetragen das Boxen nicht immer gleich gesetzt wird mit asozialen Schlägern und dem Rotlichtmilieu. Seit 25 Jahren findet in der Bevölkerung ein Wandel statt, das sportliche Boxen wird unter anderen Aspekten gesehen. Heute wird Boxen nicht mehr nur in Boxclubs trainiert sondern auch in vielen Fitnessstudios mit all seinen Modetrends wie Tae Bo, Piloxing, Fitboxing usw. Wissenschaftlich erwiesen ist es, dass der Boxsport, hierbei sprechen wir nicht vom Profiboxen, das beste und komplexeste Körperworkout ist. Mit all seinen positiven Aspekten. Seit einigen Jahren wird Boxen auch therapeutisch eingesetzt und hat als kleiner Baustein in Therapien hervorragende Erfolge erzielt.

 

Therapeutisches Boxen – über den Körper zu den Emotionen finden.

Es handelt sich hierbei nicht um ein Fitness-Boxen oder sportliches Boxtraining. Bei dieser Trainingsform geht es zwar auch um körperliche Aspekte, doch im Vordergrund stehen Erleben, Wahrnehmen und Verhalten. Beim Therapeutischen Boxen handelt es sich um ein besonderes Angebot für KlientInnen. Boxen eignet sich besonders für eine bessere Selbstabgrenzung, zum Finden der eigenen Ressourcen. Durch das Therapeutische Boxen können gezielt Aggressionen, Wut und Stress abgebaut werden. Emotionen werden frei, Blockaden lösen sich. Affekt- und Gefühlswahrnehmung sowie Steuerung können verbessert werden. Eigene aggressive Verhaltensanteile können zugänglich und erlebbar gemacht werden. KlientInnen lernen sich zu fokussieren. Sie lernen die Wut raus zu lassen, sich aber auch aus der Wut heraus zu holen.

Das Therapeutische Boxen hat sich vor allem bei Personen mit Burnout, Depressionen oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen bewährt. Es eignet sich ebenfalls für Menschen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). All diese Personen haben das Problem, dass sie, größtenteils, ihre Wut nicht wahrnehmen bzw. gehemmt oder destruktiv mit ihr umgehen (fremd- oder autoaggressive Handlungen). Sie leiden unter einem hohen Grad an innerer Anspannung und geringem Antrieb. Der depressive Klient fühlt sich antriebslos, hat wenig Durchhaltevermögen und klagt über diverse Schmerzen. Die Bewegungen sind verlangsamt, der Muskeltonus ist herabgesetzt, so dass die nötige Spannung zur „inneren und äußeren Aufrichtung“ fehlt. Borderlinepatienten leiden unter Körperwahrnehmungsstörungen: Sie nehmen ihren Körper nur zum Teil, verändert oder gar nicht wahr. Ziele des therapeutischen Boxens sind deshalb, den Körper zu aktivieren, die innere Anspannung zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verbessern sowie Affekte und Gefühle besser wahrzunehmen und zu steuern.

Ziele und Auswirkungen der Box-Therapie. Neue Kräfte werden freigesetzt. Schwerpunkt des Boxens als Therapie ist die Selbsterfahrung, um innere Kraftquellen zu mobilisieren. Reflektion und Transfer neuer Erfahrungen und motorischer Muster in den Alltag, ermöglichen die Verbesserung des Selbstwertgefühls, der Durchsetzungsfähigkeit und Standhaftigkeit. Das Konzept hinter der Box-Therapie beinhaltet, neben möglichem Auspowern im Rahmen körperlicher Aktivierung, vor allem Erleben, Verhalten und Kommunikation mit sich und anderen. Affekt- und Gefühlswahrnehmung sowie -steuerung können verbessert werden. Eigene, eventuell abgespaltene, aggressive Erlebens- und Verhaltensanteile können beim Boxen zugänglich und erlebbar werden. Gute Erfahrungen gibt es, einer wissenschaftlichen Studie zufolge, bei Patienten mit Depressionen, Burnout/Stress und Posttraumatischen Belastungsstörungen. Auch Borderline-Persönlichkeitsstörungen können sich bei ausreichender Stabilität verbessern.

 

Seit 2015 arbeitet Herr Reginald Schulze KSC Bensheim (mit einer Boxerfahrung aus mehr einem halben Jahrhundert) als Sportler und Trainer an einem Konzept,  um das Thera Boxen einem breiteren Kreis von Interessierten zu vermitteln.

 

Bis dato wurde das Thera Boxen mehr oder weniger nur in Fachkliniken angeboten. Ab Sommer 2016  bildet der KSC Bensheim Interessierte zum Box Coach – Therapeutisches Boxen aus. Ab sofort beitet der KSC Bensheim e.V.  das Therapeutische Boxen als Teil seines Kursangebotes an. Unser Trainerteam, Nicole Maurer, Rene Baguhl und Reginald Schulze möchten mit dem Angebot des therapeutischen Boxens einen kleinen Beitrag auf dem Weg zu Ihrem Wohlbefinden leisten.