Therapeutisches Boxen ADHS

ADHS – Zappelphillipp und Hans guck in die Luft

 

Therapeutisches Boxen für Kinder und Jugendliche mit ADHS-Symptomen

E s scheint Mode zu sein, das Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Syndrom. Vielfach wird in den Medien darüber berichtet, doch oft nur sehr einseitig. Viele Mythen und Vorurteile ranken um diese Diagnose. Ähnliches gilt auch für die Therapie, die mitunter sehr heftig und kontrovers diskutiert wird.

Um den Betroffenen und ihren Angehörigen sowie allen beteiligten Therapeuten und Pädagogen eine weitere Hilfestellung zu geben, haben wir den drei Säulen der Behandlung eine vierte hinzugefügt. Das Therapeutische Boxen für Kinder und Jugendliche mit ADHS Symptomen.

Bei der Diagnose „ADHS“ sollte Sport also immer zum ganzheitlichen Maßnahmenkatalog gehören, wie auch berühmte Beispiele wie Winston Churchill oder Michael Phelps belegen. Denn sowohl Churchill als auch Phelps litten unter ADHS und bekamen ihre Symptome unter anderen mit täglicher sportlicher Betätigung in den Griff.

Methode mit wissenschaftlichem Hintergrund

Auch eine Studie der Universität Regensburg legt nahe, dass gezielte Bewegungsprogramme, die eine Verbesserung der motorischen und kognitiven Fähigkeiten anstreben, in der Lage sind, konkrete ADHS-Symptome zu lindern. Den an der Studie beteiligten Wissenschaftlerinnen zufolge eignet sich Sport zur effektiven Behandlung der gesellschaftlich doch sehr umstrittenen Krankheit.

Therapeutisches Boxen für Kinder und Jugendliche mit ADHS-Symptomen

Auf Grundlage der Regensburger Studie und der Erfahrung aus 35 Jahren Training mit Kindern und Jugendlichen hat  Reginald Schulze, Boxtrainer und 1. Vorsitzender vom KSC Bensheim e.V. und Nicole Maurer Physiotherapeutin,  ein spezielles Programm „Therapeutisches Boxen ADHS“ entwickelt. Das Programm ist speziell auf die ADHS Symptomatik abgestimmt und nicht mit Fitness-Boxen oder sportlichem Boxtraining vergleichbar. „Beim therapeutischen Boxen ADHS geht es zwar auch um körperliche Aspekte, doch im Vordergrund stehen Spaß an der Bewegung, Erfolgserlebnisse und Stärkung des Selbstwertgefühls.  Durch gezielte Übungen mittels Boxtechniken werden insbesondere die Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnisleistung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS deutlich verbessert und der Sport kann mitunter als eine gesunde Ergänzung  zur medikamentösen Behandlung angewendet werden.  In so einem speziellen und geschützten Rahmen könne es den Kindern und Jugendlichen besser gelingen, sich körperlich zu verausgaben, um im Alltag besser und konzentrierter zurechtzukommen.

In einem 6 monatigen Übungsprogramm werden die Kinder und Jugendlichen langsam an eine konstante körperliche Belastung herangeführt. Das heißt von einmal Training in der Woche bis zu Zwei oder Dreimaligen Training. Vom Einzeltraining hin zum Gruppentraining.

Alle Texte sind Urheberrechtlich geschützt. Therapeutisches Boxen ADHS ist ein eingetragenes Warenzeichen.